Nikolaus in Taiwan

Hallo zusammen,

kurz vor Weihnachten noch eine Dienstreise nach Taiwan, ich bin begeistert.

Dann wenigstens der Jahreszeit angemessen gekleidet 🎅

7:45 Uhr: Geht los, bzw. wir sind schon eine Stunde unterwegs. „Sie stehen nicht im Stau, Sie sind der Stau!“

8:45: Heute ist der Stau hartnäckig, jetzt schon über eine Stunde Verspätung. Aber ich habe ja ausreichend Puffer eingeplant diesmal…

9:52: Es gab eine Premiere, mein Handgepäck war positiv. Ratlosigkeit beim Security Mann, aber die netten Polizisten haben nochmal nachkontrolliert. Keine Bombe und keine Drogen, puh! Weil heute alles kontrolliert wird, muss auch mein Handgepäck nochmal auf die Waage. Zum Glück habe ich die Gitarre diesmal nicht dabei, sonst hätte etwas unten im Flugzeug reisen müssen. Blöde Handgepäckregeln bei China Airlines. Leerer als anderswo waren die Fächer auch nicht.

10:18: Platz eingenommen, Mittelsitz wahrscheinlich frei, 😀 Rücken ist noch schmerzfrei. Ich hoffe das ändert sich auch nicht. Meine größte Sorge im Moment 🙄 Meine Mütze sammelt Komplimente! 🎅

10:47: Endlich wieder im richtigen Zeitfenster. Im Moment ist alles besser als sonst. Fernseher groß, Sitzabstand mehr als sonst, Mittelsitz frei *Jubel*, umfangreiches Entertainment System, Amenities gab es sogar! Ok, billiger Kram, aber immerhin!

Ui jetzt geht es los! Die Mütze kommt nach wie vor gut an. 😊

Schicke Fluginformationen haben die hier, sogar ein Window view! Allerdings keine echter, sondern einen Google View oder sowas ähnliches…

11:07: wir überfliegen Kalbach. Oder Würzburg. So genau lässt sich das von hier nicht sagen. Ich hoffe der Pilot sieht besser als ich…😉 Zum Fernsehen das übliche: Tom und Jerry, Spongebob und Despicable me. 😂

11:42: Es gab Schön was zu knabbern, ich habe Mal das fast übliche Gedeck genommen. Den taiwanesischen Knabberkram hatte ich schon ganz vergessen… 

Befinden ist noch okay, die Mütze sitzt. Mein Rücken ist auch gut, ich hoffe diese Sitzposition ist gut, soweit konnte ich letztes Mal garnicht vorrücken.

12:14: Das Essen war garnicht so schlecht. Erstaunlicherweise ist das Flugzeug gereinigt worden in Frankfurt, das bin ich so nicht mehr gewöhnt.

 Gewischte Klapptische, verrückt!
12:44: der Film geht in die heisse Phase, Dru und Gru planen den Einbruch in den gigantischen Zauberwürfel. Ich liebe intellektuellen Stoff mit Bezug zu meiner Jugend. Das hält mich jung. Sonst alles gut bisher, allerdings wird das sitzen langsam komisch. Ich sollte gleich mal Spazierengehen… Größeres Problem gerade: Seit 1Stunde hat keiner mehr was zu meiner Mütze gesagt. Mist.

13:09 schwarzes Meer, zumindest laut dem Anzeigedings. Sind wir bald da??

13:28: Puh, endlich wieder Kompliment für die Mütze bekommen!

Ich bin übrigens nicht der einzige, der heute mit Nikolausmütze fliegt, mein Bruder im Geiste macht es auch:

14:17: Nanu, geschlafen? Sowas… Musik ist leider nicht so gut, keine Meditationsmusik. Na gut, spiele ich halt Sudoku…

15:18: Die Stimmung kippt. Mein Rücken startet, gerade drehe ich mich alle 10 Minuten, blöd. Der Mittelsitz ist echt praktisch! Ich mach mal einen Spaziergang…

So sieht Taiwan aus.

 Ich hoffe ich werde was sehen von der Insel, ausser Stadt und Reinraum…

16:22 so, jetzt geht es meinem Rücken besser, und schon ist meine Laune besser. Faszinierend! Wen wunderts… Immer noch 6:22h. Oh, Halbzeit! Wenigstens etwas. Gerade sind wir in der Nähe von Kabul. Unten Krieg, oben Ruhe und Frieden. Abgesehen von dem armen Bub der Mal wieder schreit. Seit fünf Jahren ist mein Verständnis dazu ein anderes, wie sich Dinge ändern… Schön! 🙂 Jetzt weiter Dokumentation überAmeisen schauen…

17:18: die letzte Stunde verging. Wie im Flug… Rücken gut, Laune gut. Eng ist’s trotzdem…

 Zum Fotos machen ist es zu dunkel, asiatische Airlines befehlen immer Nacht, wenn geflogen wird…🙄

17:55 OH MEIN GOTT, das könnt ihr NICHT machen! Tomatensaft ohne Salz und Pfeffer??? Halloooo??? 😱👿

 😉

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Fliegen ist laaaaangweilig🙁

Es geht heim, mit viel Platz im Eco Doppelsitz. Aber trotzdem ist das Procedere laaaaaaaangweilig. Gut, das ich nach Stunden bezahlt werde…

Aber ich freue mich sehr auf die Damen unseres Hauses😘

Gut, wenn das Ziel jetzt was exotisches ist mit Palmen und Kokosnuss-Rumcocktail, und Meer und Tauchen und sowas, dann ist fliegen natürlich nicht langweilig…😉

Angekommen… Juhu!

Servus

Derniels

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Wer kennt Puccini?

Bestimmt alle, oder die meisten.

Und wer kennt La Rondine ( Die Schwalbe)?

Keiner? Echt nicht? Gut, ich kannte es bisher auch nicht, und jetzt weiß ich auch warum… 😁

Eine Geschichte über die schwermütige Liebe, war schon immer mein Spezialgebiet. Ich zitiere mal den Regisseur aus dem Programmheft:

…“La Rondine“…eines der am seltensten gespielten seiner Werke. 

…ursprünglich gebeten, eine Operette zu komponieren… doch eine Oper draus gemacht…

Die Handlung ist einfacher als viele der anderen Sujets… musikalisch nicht so komplex…Wunderschöne Melodien, die wiederkehren und eine neue dramatische Richtung bekommen.

Es bleibt dieses wunderschöne Stück voll aussergewöhnlicher Melodien, … – aber eben ohne wirklich starke Motive, ohne die aufwühlende Pointe. Niemand stirbt…

Soweit das Zitat aus dem Programmheft.

Kurz zusammengefasst: schöne Musik, langweilige Handlung. Und ja, das kommt hin. Besonders beim letzten Akt möchte man den Autor schütteln und fragen:“Was hast du dir den dabei gedacht um Himmels Willen? Wo ist denn da die Quintessenz des Stücks abgeblieben?“ Aber das geht nicht, Giacomo Puccini ist schon über 90 Jahre nicht mehr auf dieser Welt. Wenn man die Handlung natürlich im zeitlichen Kontext betrachtet, könnte eher ein Schuh daraus werden, aber auch dann gefällt es mir nicht.

Kommen wir zu den schönen Dingen des Stücks! Die Musik war wirklich toll, sehr dynamisch, sehr leicht und spielerisch wirkend, und sogar für mich als Laien erkennbar verknüpft mit dem (leider) italienischen Text und Ausdruck. Glücklicherweise gab es Übertitel, also eine große Digitalanzeige über der Bühne mit dem aktuellen Text. Sehr hilfreich! Tolles Orchester, das war teilweise witzig zu beobachten. Z.B. hatte die Glockenspielerin (ich entschuldige mich hiermit für den Begriff) sehr wenig zu tun. Die arme hatte nur alle 10-15min Mal ein kurzes Stück, meist saß Sie nur wartend da. Nach 10min des dritten Akts ist sie dann auch verschwunden, kurz darauf gefolgt vom Tubisten. Da geht doch was… 😉 Im Gegensatz dazu hatten die GeigerInnen immer (!) Arbeit, ich weiß garnicht wann die umgeblättert haben. Für die Musiker unter uns: Papier, Notenständer, Beleuchtung. Und bei größeren Instrumenten die Notenblätter in DIN A3, weil der Notenständer so weit weg steht. Nix Tablet und automatisches weiterblättern oder Fusschalter. Ist halt auch Klassik, ne!

Die Inszenierung ist besonders im zweiten Akt ein opulentes Stück, man weiß garnicht wo man zuerst hinschauen soll. Ständig Bewegung auf der Bühne, nie wird es langweilig. Es gibt quasi viele Nebenschauplätze, die zwar nichts direkt mit der Handlung zu tun haben, aber das Umfeld dadurch so plastisch darstellen, das ist sehr schön gemacht. Auch das Bühnenbild ist in die Handlung „aktiv“ mit einbezogen, es verändert sich während des Akts und unterstreicht die Surrealität des Gesamtbildes. Das Hauptelement bleibt über die gesamte Aufführung erhalten, nicht ganz einfach bei dem verwendeten zentralen Element, ein Aktbild, und den Spielorten: ein mondänes Wohnhaus, ein Club und einen Rivierastrand.

Die Sänger haben wenig Raum zum schauspielern, das steht alles hinter dem Gesang zurück. Alter Schwan, was für eine Leistung von den Solisten. Ohne Mikro und Lautsprecher über ein Orchester drüber zu singen, und dabei noch verständlich und durchaus in hohen Lagen, über knapp 2 Stunden, uiuiui. Respekt!

Insgesamt war das sehr nett, musikalisch sehr beeindruckend und von der Handlung eher so naja. Die Vorstellungen die letzten Wochen waren übrigens ca. 90% belegt, das spricht ja für Stück und Inszenierung. Beim nächsten Mal versuche ich einen der grossen Klassiker, da wo einer stirbt im Stück. Und nicht alleine, das ist nämlich doof.

Ich war übrigens extremst underdressed, aber zum Glück nicht der am schlechtesten angezogene Mann. Das war jemand in Regenjacke und T-Shirt. Dann kam ich, und dann lange erst mal nix… 

Die Oper ist sehr putzig. 

 

Eine Rock’n’Roll Arena von vor hundert Jahren. Zitat Wikipedia:“Der gehobene Anspruch des Hauses artikuliert sich durch die monumentale Formensprache des Gebäudes und den opulenten … Zuschauerraum.“ Ääh ja, das stimmt. Viel verziert… Meine Bilder geben das leider nur unzureichend wieder.

Insgesamt ein spannender Abend.

Ciao

Derniels

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Freitag abend, frittiertes:

Und Süsses:


Mahlzeit!

Dann Sauna. Servus!

Derniels

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Hotelmusik

Was macht man auf Dienstreisen abends, wenn man alle Doppelwendeltreppen und Kunsthäuser und Uhrtürme und Almhütten und Hundertwasser-Kirchen der Gegend gesehen hat?

Saunieren.

Wird aber auch langweilig auf Dauer. 

Dann Plan B: Gitarre spielen

Von der Gitarre und dem Laptop in den Pocket Pod, und von da in den (Bluetooth) Speaker. Das klappt sehr gut, ich muss nur die Effekte rausdrehen damit es gescheit ist.

Bei den Leadsheets bin ich irgendwie old fashioned. Alle Versuche, meine handschriftlichen Notizen auf ein PDF zu bringen, sind kläglich gescheitert 🙄😀 Aber ich habe eh kein Tablet, von daher…

Hmm, einscannen…😱

So, jetzt der Vollständigkeit halber noch die doppelte Wendeltreppe. Um das nochmal zu verdeutlichen, die Türen sind nur auf einer Seite. Sachen gibts… 😀

So, Nacht gut!

Derniels

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Futtern wie bei Muttern

gab’s heute. Roulade mit Gemüse und „Bratensauce“. War gut😊

Und die Kunsthalle zeigt aussen wenigstens ein bisschen Kunst, wenn innen schon umgebaut wird… Die Beleuchtung ist übrigens nicht statisch. Und einfarbig.

Ciao

Derniels

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Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser 

macht seinem Namen alle Ehre, wenn ich sein letztes Architekturprojekt besuche. Meiner Meinung nach schmälert das ein wenig den Genuss der farbigen Glasur seiner Objekte, aber so ist das halt im März in der Steiermark. So sieht das gute Stück aus:

Erbaut vor 60 Jahren als streng geometrisches Gebäude, schon 40 Jahre später auf organischen Stil umdekoriert. Schick, das Ding. Sehr schön sind die Tore auf dem Rundweg um die Kirche, jede größere Religion hat ihr eigenes. Und ein freies gibt es auch noch…

Schön bunt ist das Taufbecken angeleuchtet, von innen und aussen.

Der zweite Teil des Tages war American sightseeing der Bergstraßen. Ein paar Dinge habe ich gelernt:

– Es ist Nebensaison, die meisten Lifte sind schon abgebaut

– Die letzten Kilometer sind mit einem komischen grauen Matsch geteert

– Telefon ist nicht, aber W-Lan und Internet geht an der Hütte

– Kaffee 3.20, drinnen nur Tasse…😱

– Die Fahrzeuge werden exotischer… 😁

Also, servus!

Derniels

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Appalachian trail, Schön mal gehört?

I did it! I hiked the Appalachian Trail! Mit Stolz habe ich am ersten Tag ca. 378 ft hinter mich gebracht! Jetzt fehlen nur noch ca. 11482939 ft… 😉 Mehr dazu auf wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Appalachian_Trail

Massachusetts, da wo der Indian Summer wohnt, und die Pilgrims seit 16xx erfolgreich die native americans verdrängt haben. Austellungen über das Leben der früheren Einwohner sind rar, und dünn besucht. Schade eigentlich.

Seit kurzem kann ich meine Website auch über eine App administrieren, vielleicht hilft das ja?

Ciao

Derniels

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Fish’n Chips

Im einzigen gelisteten rein vegetarischen Restaurant in Brum gibt es Fish’n Chips!

Interessanter Geschmack… Suppe und Eis waren auch gut 😉

Cheers mates

Derniels

 

 

 

 

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Brum bei Nacht

Mehr als drei Jahre habe ich nix mehr geschrieben, dabei war ich doch öfters mal unterwegs!

Naja gut, meist sind Dienstreisen ja auch eher langweilig…

Diesmal: England, eine Rundreise. Start ist in Kidderminster (weniger interessant), das ist sehr nahe an Birmingham, von den Einheimischen auch Brum genannt. Nach aufreibender Arbeit habe ich es geschafft, doch einen Abend in Englands zweiter Stadt zu verbringen.

Begonnen mit einem Kaufhaus, Preisfrage: Wie wird das Gebäude von den Brumern genannt? 😉

BrumCyclops

Danach ein kleines Käsebrot (Cheddar Ploughmans Lunch), ein Bier und zur Unterhaltung Musik. Ein netter Abend!

ploughmans launch

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

BrumMusik

Irgendwie ist Birmingham völlig anders, wie ich es in Erinnerung habe. Da war es allerdings Tag und es ist schon mehr als 10 Jahre her. Ein Einkaufszentrum neben dem anderen, neue und künstliche Ausgehviertel, alte Gebäude neben futuristischen Bahnhöfen, Kanalkreuzungen mit Kanalbooten, alles ziemlich voll trotz schlechten Wetters (8 Grad, Regen, das T-Shirt sitzt perfekt!), sehr multikulti und eine große Kluft zwischen Arm und Reich am selben Ort. Anders als anderswo…

Morgen geht es ins Museum. Da ist der Eintritt frei. Aber nur wenn es regnet, eigentlich brauche ich mal etwas Tageslicht.

Cheers mates

DerNiels

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